Mumm Cordon Rouge

Gourmetrix 20. Juli 2011 0
Mumm Cordon Rouge
  • Geruch & Farbe
  • Geschmack
  • Einzigartigkeit
  • Preis/Leistung
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Champus mit deutschen Wurzeln.

Jahrgang: -,

Traube: 40-50% Pinot Noir, 20% Pinot Meunier, 25% Chardonnay,

Geschmacksgrad: Brut,

Region: Champagne / Frankreich,

Abfüller:  G.H. Mumm,

Getrunken: 2011.

Ich habe mich immer gewundert, was das wohl für ein Zeug ist, das immer in alten Filmen wie „Es war einmal in Amerika“ , „Casablanca“ oder selbst Comicstreifen wie „Asterix“ als Champagner serviert wird. Typisch und unverkennbar trägt das Etikett eine rote Diagonale, was die Flasche unverwechselbar macht. Und natürlich, auch bei der Siegerehrung in der Formel 1 ziert das markante Etikett die Magnumflaschen, welche die Sieger weniger zum Trinken als zum Benässen nutzen. Aber wo zum Teufel kann man das Zeug kaufen? Zumindest nicht im herkömmlichen Handel in Deutschland.

Bei meinem letzten Auslandsflug bin ich im Duty Free Shop über eine solche Flasche Mumm gestolpert und habe zugeschlagen.

Mumm ist ein Gigant unter den Champagnerherstellern mit über 9 Millionen verkauften Flaschen pro Jahr und eine weltbekannte Champagner-Marke….außer in Deutschland. Das Champagnerhaus Mumm hat seinen Ursprung, als 1827 die deutschen Brüder Jacobus, Gottlieb und Philipp Mumm ein Weinhaus in Reims gründeten. Das heutige Unternehmen basiert auf der Neugründung von 1852 durch den Sohn von Gottlieb (G.H. Mumm – noch heute auf dem Etikett zu lesen). Die rote Diagonale, das Cordon Rouge, entstammt dem roten Band der französischen Ehrenlegion. Mit der deutschen Kriegserklärung von 1914 wurde Georges Hermann Mumm als deutscher Staatsbürger verhaftet und enteignet. 1922 wurde vom selben G.H. Mumm in Frankfurt am Main das Sekthaus Mumm & Co. gegründet. Während die Sektmarke Mumm in Deutschland wohl jedem ein Begriff ist, kennen die Wenigsten den Champagner Mumm. Die Verwirrung um den Namen dürfte einen der Gründe stellen, warum die Champagnermarke in Deutschland keinen Fuß fassen konnte. Im Internet bekommt den Cordon Rouge bei einigen wenigen Händlern, ab ca. 29 €.

Aber nun endlich zum Geschmack. Bei soviel Geschichte hat der Mumm ja schon von Hause aus etwas Besonderes. Im Geschmack muss man ihn aufgrund der hohen Flaschenzahl und Preiskategorie mit Moët & Chandon Brut Impérial und Veuve Clicquot Ponsardin Brut vergleichen. Hier entscheiden am Ende Nuancen und vor allem die Vorlieben. Augrund des etwas ausgewogeneren Verhältnisses zwischen Frucht und Säure, habe ich immer mehr zu Veuve als zu Moët tendiert und würde Mumm dazwischen anordnen. Aber allein wegen der schönen Geschichte und Seltenheit in Deutschland, kann man den Mumm Cordon Rouge hervorragend als Gastgeschenk oder zum Empfang von Gästen nutzen. Dementsprechend auch eine hohe symbolische Bewertung für Einzigartigkeit.

Preiskategorie: MITTEL (ab ca. 29 €)

www.mumm.com

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