Assmannshäuser Höllenberg 2005, trocken

Gourmetrix 11. Juli 2011 0
Assmannshäuser Höllenberg 2005, trocken
  • Geruch & Farbe
  • Geschmack
  • Einzigartigkeit
  • Preis/Leistung
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Rote Überraschung aus dem Rheingau

Jahr: 2005,

Traube: Spätburgunder (Pinot Noir),

Geschmacksgrad: Trocken (QBA),

Region: Rheingau / Deutschland,

Abfüller: Staatsweingüter Kloster Eberbach,

Getrunken: 2011.

Über deutschen Rotwein kann man streiten. Da hat man die hoch gelobten etablierten wie Knipser oder Newcomer wie Schneider und viele die es versuchen,  aber irgendwie scheitern. Welche roten Trauben funktionieren überhaupt auf deutschem Boden? Der Spätburgunder ist sicher der Klassiker. Im Rheingau, traditionell Rieslingland, genießt die Lage Höllenberg in Assmannshausen  eine Sonderstellung. Der Schieferboden und die steile Hanglage haben den Ruf Besonderes zu ermöglichen. Der Wein ist mit rund 15 € ganz klar hochpreisig, was neben der Lage vor allem den vergleichsweise geringen Mengen zuzuschreiben ist. Da ist es schwer gegen viel günstigere Weine aus Spanien oder Übersee zu bestehen. Aber ist hier ein Vergleich überhaupt möglich? Der Wein überrascht durch ein fast untypische Farbtiefe die ich bisher eigentlich nur bei amerikanischem Spätburgunder aus Kalifornien gesehen habe und die auch bei anderen Jahrgängen der selben Lage nicht auffällig waren. Die zweite Überraschung war die ausgewogene Frucht und die hohe Komplexität im Abgang. Der Wein ist fast schon untypisch deutsch und ein ausgezeichneter Jahrgang.

Für einen deutschen Wein und nicht für einen solchen, eine echte Bombe. Man kann es gar nicht glauben, vor allem nach vergleichsweise misslungenen Jahrgängen davor.

Preiskategorie: MITTEL (aktueller Jahrgang 2009: 14,60 €)

www.weingut-kloster-eberbach.de

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